Auch wenn mein 2013 mit einer ewig langen Zugfahrt und starken Kopfschmerzen begann, soll es nicht darüber hinwegtäuschen, dass 2013 für mich ein super Jahr wird.

Sieben Gründe dafür:

1. Das Wetter: Momentan ist Tata wunderschön eingeschneit. Was für ein tolles Gefühl, morgens am See entlang durch den Schnee zu stapfen und dabei einen Blick auf die in weiß getünchte Schule zu werfen. Da haben meiner Meinung nach Freiwillige auf der Südhalbkugel allen Grund neidisch zu sein.

Glücklicherweise bleibt das Wetter aber nicht immer gleich. Ab März/April wird es einen deutlichen Temperaturschub geben, um dem Sommer näher und näher zu kommen (Höchsttemperatur in Budapest letztes Jahr: 37,1 Grad Celsius). Dann ist endlich die gelegentliche Winterdepression vorbei und das Sommerfeeling stellt sich ein, darauf freue ich mich schon. Vieles wird wieder möglich sein, so wie abends am See ein gutes Buch lesen oder eines der Budapester Freibäder besuchen.

2. Reisen: Man könnte unendlich herumreisen, gerade hier in Mittelosteuropa. Was für eine tolle Möglichkeit, aber auch: was für eine Qual der Wahl. Meine Prioritäten für 2013 habe ich folgendermaßen abgesteckt. Zum einen wollen Budapest und Ungarn allgemein noch weiter entdeckt werden, einfach weil dies mein Einsatzland ist und ich es schon kennen und lieben gelernt habe. Zum anderen reizen mich auch umliegende Länder so wie die Slowakei, Polen, Ukraine, Rumänien, Serbien usw. Hierbei muss man je nach Entfernug zwischen Zug, Bus und Flugzeug wählen. Besonders reizvoll fände ich es, ganz spontan an den Budapester Flughafen zu fahren und eine billigen Flug irgendwohin zu nehmen. Da kann es auch gerne etwas weiter weggehen.

3. Die Fahrradkarawane: Anfang Juli 2013 fahren Freiwillige, Alumni und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „kulturweit“-Büros von Budapest, Bukarest und Zagreb nach Belgrad – mit dem Fahrrad! Ich habe die Kroatienroute gewählt. Wir werden viele kulturelle Veranstaltungen besuchen und organisieren, uns sportlich betätigen und dabei bestimmt viel Spaß haben und ein tolles Gemeinschaftsgefühl entwickeln.

4. Sprachen: 2013 wird für mich das Jahr der Sprachen! Ich werde versuchen, mich regelmäßig auf Ungarisch und Französisch auszutauschen – auf Englisch geschieht dies längst, und zwar dank meinem Freund Scott jeden Tag. Ich sehe nämlich, dass mir bei den beiden erstgenannten Sprachen einfach die Übung fehlt, da kommt mir etwas Konversation gerade Recht. Zudem möchte ich etwas Japanisch und Niederländisch lernen. Wenn schon Freunde von mir diese Sprachen beherrsche, möchte ich diese Möglichkeit nicht auslassen.

5. DSD: Die traurige Nachricht ist, dass in Ungarn die Studiengebühren auf ca. 16.000€ im Jahr verdoppelt und die kostenlosen Studienplätze für die Besten gnadenlos zusammengestrichen werden. Doch die gute Nachricht ist, dass auch in diesem Jahr wieder das Deutsch Sprachdiplom (DSD) am Eötvös-Gymnasium verliehen wird. Inhaberinnen und Inhaber dieses Diploms können der Armutsfalle Bildung entgehen und an deutschsprachigen Hochschulen und Universitäten studieren. Mich persönlich freut das sehr, da begabte Schülerinnen und Schüler aus weniger reichen Familien die wichtige Chance auf Zukunft und Karriere bekommen, was in Ungarn zur Zeit leider nur sehr begrenzt möglich ist.

6. Das Nachbereitungsseminar: Wie das Vorbereitungsseminar war auch das Zwischenseminar in Rumänien wieder hervorragend organisiert und bestens auf uns Freiwillige ausgerichtet. Das NBS wird noch einmal mehr spannend, weil man viel mehr andere Freiwillige aus den unterschiedlichsten Weltregionen wiedertrifft, Erfahrungen austauscht und so weiter. Ich freue mich darauf, das Jahr zu reflektieren und Hilfe dabei zu bekommen, mich wieder gut in Deutschland einleben zu können.

7. Studium: Im Wintersemester 2013/14 soll es mit dem Studium losgehen, so lautet der Plan. Was positiv und negativ zugleich ist: Ich weiß weder was ich genau studieren werde noch wo es sein wird. Dies ist natürlich super spannend, nicht zu wissen, was in einem Jahr sein wird und diese unglaublich große Auswahl an Möglichkeiten zu haben. Dennoch muss ich mir diverse Fragen stellen, die mir etwas Bauchgrimmen bereiten. Wird das Studium zu mir passen? Werde ich den Anforderungen gerecht? Ist es wirklich eine gute Idee, erneut im Ausland zu leben?

Was die Studienwahl betrifft, interessiert mich alles, was in Richtung Politik, Kultur, Recht, Wirtschaft und Sprachen geht. Obwohl ich das früher in Erwägung gezogene Fach Jura jetzt ausschließe und Lehramt trotz meiner Lehrtätigkeit immer noch nicht infrage kommt, ist es zugegebenermaßen eine lange Liste. Dennoch, besonders angetan bin ich von den Studiengängen „Internationale Beziehungen“ und „Europastudien“, die es  in sehr vielen Varianten gibt. Das macht es nicht einfacher. Hier ein Studiengang einer niederländischen Universität, den ich mir (momentan) gut vorstellen könnte: http://www.bachelors.leiden.edu/studies/info/international-studies.

Ich merke schon jetzt ein bisschen, wie mir es fehlt, etwas Neues zu lernen. Also lese ich viel den Spiegel, DIE ZEIT und informiere mich im Internet über Dinge, an denen ich interessiert bin. Im Studium hoffe ich dann meine komplette „Erfüllung“ zu erfahren, wenn ich beispielsweise richtig in die südafrikanische Kultur und Sprache eintauchen kann.

 

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Quellen:

http://www.wetter.com/wetter_aktuell/rueckblick/?id=HUXXX0010

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