Ladies First

Ein Leben im Ausland ist nicht nur eitel Sonnenschein. Vieles kann schief gehen: Ein verlorener Reisepass wäre ein Alptraum, man vermisst seine Liebsten – oder aber man tappt in ein Fettnäpfchen. Genau letzteres passierte mir letztens in Moskau. Was sich genau ereignete und was wir daraus lernen können, erfahrt ihr im Folgenden.

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Verschnaufpause Vol. 2

Ich kann es kaum glauben: Es ist schon vier Jahre her, dass mein „kulturweit“-Zwischenseminar in Transsilvanien stattfand und meinen ersten Verschnaufpausen-Artikel schrieb. Nun war es wieder November, wieder war es Zeit für eine Verschnaufpause in einem verschlafenen Städtchen, wieder gab es eine anstrengende Zugfahrt zu meistern. Bei unserer einwöchigen Uni-Exkursion in den Kaukasus kamen neben viel Freizeitstress auch bisweilen bereichernde, bisweilen nervenaufreibende Gespräche mit Studenten, der Dozentin und sogar einem russischen Diplomaten nicht zu kurz.

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Taxifahrten

„Wenn jemand eine Reise tut,
So kann er was verzählen.“

 

Dass dieser vielzitierte Satz aus Matthias Claudius‘ Werk „Gedichte – Urians Reise um die Welt“ wahr ist, sollten schon meine zahlreichen Blogeinträge aus Ungarn und Russland beweisen. Heute soll es um eine spezielle Art der Reise gehen, die Taxifahrt. Welche Kuriositäten und Überraschungen hiervon zu berichten sind, könnt ihr im Folgenden lesen.

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Filmkritik

Heiraten deutsche Männer Ausländerinnen, sind dies laut des Statistischen Bundesamtes am dritthäufigsten Russinnen.* Anlass genug, in einer Komödie interkulturelle Missverständnisse humorvoll auf die Spitze zu treiben – dachte ich und ging neulich ins Kino in „Жених. У моей жены есть жених…“ („Bräutigam. Meine Frau hat einen Bräutigam…“). Doch was ich dort sah, überraschte mich umso mehr: Es geht im Film vielmehr darum, sich von handysüchtigen, aggressiven, nicht kultivierten Deutschen abzugrenzen.

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Kulturschock

Neue Wohnung, neue Stadt, neues Land – der Wohnortwechsel von Freiburg nach Voronež barg viele Überraschungen: Sei es eine Universität, an der selbst leitende Mitarbeiter nicht genau wissen, wo genau im Internet detaillierte Informationen zu den Kursen ihrer Fakultät zu finden sind, sei es eine Stadt, in der man aufgrund des aggressiven Verkehrs gefühlt in täglicher Lebensgefahr steckt. Was es noch alles fünfhundert Kilometer südlich von Moskau zu erleben gibt und wie man sich von diesem Kulturschock erholt, davon handelt der folgende Artikel.

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Fehlstart?

Ich sitze im Zug – nicht von Ravensburg nach Friedrichshafen, nicht von Freiburg nach Berlin, sondern vom Kasaner Bahnhof in Moskau nach Voronež. Online konnte ich eine sogenannte „Platzkarte“ ergattern, man könnte auch sagen: eine Fahrkarte für die dritte Klasse. Viele Menschen sind in diesem Tag- und Nachtzug mit dem Ziel Anapa am Schwarzen Meer. Es ist eng – so kommt man sich auch beim gemeinsamen Essen und in Gesprächen näher. Sergej und Valentina etwa, meine Nachbarn, versorgen mich mit Tee und allerlei Leckereien. Doch von vorn. Wie kam es eigentlich dazu? Ein Rückblick.

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Klischees über Osteuropa – ein Mittel der eigenen Identitätsfindung?

Osteuropa als kontrovers wahrgenommener Ort

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Weggehen, Ankommen und Nachbereiten

Lange wollte ich es nicht wahr haben, aber irgendwann sollte mein Freiwilligendienst und meine Zeit in Ungarn enden und ich sollte zurück ins langweilige Deutschland. Nun habe ich alles mitgemacht: schmerzhaftes Abschiednehmen, eine endlose Fahrt, Freude und ein komisches Gefühl beim Ankommen zugleich und schließlich viel „kulturweit“es Reden beim Nachbereitungsseminar. Continue reading „Weggehen, Ankommen und Nachbereiten“